Schneckenbekämpfung im Raps

Der Raps ist in der Regel gesät. Nun gilt es, die Bestände vor Schneckenfraß zu schützen. Vor allem bei feuchter Witterung und Tau sind zunächst Rapsbestände und später auch Getreidebestände gefährdet. Deshalb sollten die Flächen ab der Saat regelmäßig auf Schneckenbefall kontrolliert werden. Besonders gefährdet sind Feldränder an Gras- und Grabenkanten, Grünland, Brachen, Zuckerrüben, Mais oder diesjährige Rapsflächen. Auch lockere Mulchauflagen und grobe Kluten bieten Schnecken gute Rückzugsmöglichkeiten. Schnecken können in einer Nacht etwa 10–15 m zurücklegen und bleiben bis nahe an den Gefrierpunkt aktiv. Für Raps besteht die größte Gefahr bis zum 4-Bla stadium, bei Getreide bis etwa zum 2-Bla stadium.

Zur Kontrolle können an mehreren Stellen kleine Flächen mit Schneckenkorn bestreut und anschließend mit Schneckenfolie oder angefeuchteten Jutesäcken abgedeckt werden. Werden ak ve Schnecken gefunden, sollte die weitere Entwicklung engmaschig kontrolliert werden. Je nach Befallsverteilung können auch Teilflächenbehandlungen ausreichend sein.

Schneckenkorn enthält überwiegend die Wirkstoffe Metaldehyd oder Eisen-III-Phosphat. Metaldehyd wirkt als Kontakt- und Fraßgi und führt zu starker Schleimabsonderung und Austrocknung der Schnecken. Tote Tiere und Schleimspuren sind daher häufig sichtbar. Eisen-III-Phosphat wirkt dagegen nach der Aufnahme über den Verdauungstrakt. Die Schnecken stellen die Fraßtä gkeit ein, ziehen sich zurück und sterben, sodass der Bekämpfungserfolg weniger deutlich sichtbar ist. Auf Flächen in der Nähe von Wohngebieten oder stark frequen erten Wegen kann der Einsatz von Eisen-III-Phosphat aufgrund seiner geringeren Warmblütertoxizität sinnvoll sein. Entscheidend für eine sichere Wirkung ist eine ausreichende Köderdichte und gleichmäßige Verteilung. Die Schnecken werden nur
begrenzt angelockt und müssen die Köder auf ihren Laufwegen erreichen. Bei wechselha er Wi erung sollte außerdem auf eine gute Regenfes gkeit geachtet werden. Stark aufgeweichte oder zerfallene Köder verlieren an Wirkung und müssen gegebenenfalls ersetzt werden. Bei der Ausbringung ist darauf zu achten, dass kein Schneckenkorn über die Feldgrenze hinaus gelangt.

 

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24.09.2026

Landberatung e.V. Fallingbostel