Die Anbauplanung für die Ernte 2026 sollte rechtzeitig durchgeführt werden, um eventuelle Düngerbedarfsmengen für den Frühbezug kalkulieren zu können und die auf die Ernte folgende Bodenbearbeitung und Kalkung zu planen. Ebenso sollten dabei die GLÖZ 6 (Mindestbodenbedeckung Ackerland) und GLÖZ 7 (Hauptfruchtwechsel auf Ackerland) Berücksichtigung finden.
Grenzstandorte sollten besser stillgelegt werden, als dass hohe Produktionskosten bei gleichzeitig hohem Ertragsrisiko in Kauf genommen werden. Zwar können neben sehr trockenen Jahren als gegensätzliches Extrem auch sehr nasse Jahre auftreten, wie 2017 eindrucksvoll bewiesen hat, jedoch sind die Beregnungsmengen für den 10-jährigen Durchschnitt in den letzten Jahren stark beansprucht worden. Weiterhin kann voraussichtlich über die Ökoregelung 1a für das 1. Prozent Brache ein Betrag von 1.300 €/ha, für das 2. Prozent 500 €/ha und für das 3. bis 8. Prozent 300 €/ha generiert werden.
Klar sollte sein, dass die wirtschaftlichsten Kulturen Priorität in Wasser- und Nährstoffversorgung haben sollten, was hier jedoch nicht pauschal abgebildet werden kann, sondern vielmehr betriebsindividuell kalkuliert werden muss. Bei Wasserknappheit muss z.B. der Kartoffel der entgangene Deckungsbeitrag der Folgekulturen in der Fruchtfolge aufgrund geringerer Erträge und schlechterer Qualitäten durch mangelnde Beregnung angelastet werden! ….
In roten Gebieten sollte bei der Getreideartauswahl zusätzlich der tatsächliche Düngebedarf zur Erzielung von ausreichenden Qualitäten dem rechtlichen gegenübergestellt werden.
Auf vielen Flächen bestehen beim Mais – auch in roten Gebieten – sehr gute Möglichkeiten, Ertrags- und Qualitätspotential auszuschöpfen. Die Beregnung wird häufig entzerrt und darüber hinaus können organische Dünger gut verwertet werden. Ebenso können in Mais Ausfallkartoffeln am besten bekämpft werden. Jedoch ist der Vorfruchtwert je nach Folgefrucht als negativ einzustufen. Bei günstigen Trocknungsmöglichkeiten und sicherer Kolbenbildung durch Wasserverfügbarkeit könnte auch der Körnermaisanbau interessant sein.
Auszug aus dem Rundschreiben – zu weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort
Autor: Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e. V.
23.07.2025