In den letzten Jahren haben wir immer wieder Schläge, die durch Fraßaktivität der Laufkäfer auffallen. Kontrollieren Sie bitte regelmäßig Ihre Flächen, besonders in Nachbarschaft zu Zwischenfrüchten oder am Wegrand.
Leichter Befall in gut entwickelter Gerste kann toleriert werden, da sie im Herbst schon bestockt. Weizen und Triticale bestocken nicht im Herbst. Hier ist im Bedarfsfall eine frühzeitige Bekämpfung erforderlich. Bereits in den vergangenen Jahren haben Laufkäfer durch ihren Fraß vereinzelt für stark ausgedünnte Getreidebestände gesorgt. Besonders auf solchen bekannten Befallsflächen sollten ab dem Auflaufen des Getreides regelmäßige Kontrollen erfolgen.
Erkennen kann man den Befall an oberirdisch fransig abgefressenen Blättern (Verwechslungsgefahr mit Schnecken) und Löchern im Boden mit zum Teil hineingezogenen, abgebissenen Getreideblättern. Oftmals beginnt der Befall am Schlagrand, kann bei Starkbefall jedoch ganze Flächen betreffen. In den vergangenen Jahren sind Probleme am Schlagrand oftmals von benachbarten Zwischenfrüchten ausgegangen, wenn diese abgestorben sind.
Mit dem Spaten kann man die nachtaktiven Larven tagsüber etwa auf Höhe der Wurzelzone bis ca. 50 cm Tiefe in der Nähe von angefressenen Pflanzen finden. Die Larven sind ca. 1-2 cm lang, gelb-weißlich und haben einen dunklen Kopf mit Mundwerkzeugen. Ist Befall in größerem Ausmaß festzustellen, müssen Behandlungen am späten Abend/nachts (Nachtaktivität der Larven!) mit hoher Wasseraufwandmenge (300 l/ha) und einem Pyrethroid durchgeführt werden.
Autor: LB Hameln-Holzminden und VuB Deister/Leine
28.10.2026