Bei schneefreiem Bodenfrost mit ausreichender Befahrbarkeit können winterharte oder noch nicht vollständige abgestorbene Zwischenfrüchte mit Walze oder Messerwalze bearbeitet und damit insbesondere die gefrorenen Stängel aufgebrochen werden. Auch eine flache Einarbeitung der Bestände mit Grubber oder Scheibenegge ist überlegenswert. Vor allem in Gebieten mit GlyphosatAnwendungsverboten (Natur-, Wasser-, Heilquellenschutzgebiete) ist eine frühe Bodenbearbeitung häufig sinnvoll, um auch Auflaufgetreide und Unkräuter auf den Zwischenfruchtflächen zu unterdrücken. Eine frühe Bodenbearbeitung fördert die N-Mineralisation und somit die frühe N-Bereitstellung für die Sommerung. Eine frühe N-Mineralisation kann bei wassergesättigten Böden zu einer N-Verlagerung aus der Wurzelzone führen. Da die Bodenwasservorräte durch geringe Niederschläge bisher nicht aufgefüllt worden sind, sind Stickstoffverlagerungen aus der Wurzelzone selbst bei nachfolgenden Niederschlägen dieses Jahr eher nicht zu befürchten.
10.02.2026