Düngung:
Bei Beständen mit organischer Düngung steht oftmals noch eine Rest-Düngemenge von 30-50 kg/ha aus. Die Terminierung der Abschlussgabe erfolgt flexibel nach Bestandesbild und Wettervorhersage. Die Abschlussgabe sollte bei Futterweizen bis spätestens ES 39 (Fahnenblatt) erfolgt sein.
Bei Beständen mit ausschließlich mineralischer Düngung wird nach der Schossdüngung häufig noch ein Stickstoff-Restbedarf von 30-60 kg/ha über sein, der dann im Fahnenblattstadium bis spätestens beim Aufplatzen der Blattscheide gestreut werden sollte.
Grundsätzlich sollte die Terminierung der Düngung vor oder kurz nach Niederschlägen erfolgen, um die wenige Feuchtigkeit zu nutzen.
Fungizide:
Die Bestände sind trockenheitsbedingt sehr sauber. Rost kommt bislang nur vereinzelt vor. Eine intensive Kontrolle der Bestände sollte unabhängig von der Sorte stattfinden, da Rasseverschiebungen auch bei bislang unanfälligen Sorten auftreten können. Mehltau befindet sich hauptsächlich im Chevignon. Septoria tritici kann erst wieder nach Niederschlägen und anhaltender Blattnässe (min. 2 Tage) infizieren.
Es stellt sich nun die Frage der weiteren Fungizidstrategie. Zum Fahnenblattstadium sollte daher die Infektionslage bewertet werden.
Bei Braunrost- oder Fusariumanfälligen Sorten sollten grundsätzlich noch zwei Behandlungen (Fahnenblatt + Blüte) eingeplant werden. Später Braunrostbefall kann bei unzureichender Fungizidwirkung noch Ertrag kosten.
Insektizide:
Die Larven der Getreidehähnchen können nur bei Extrembefall Schäden durch ihren Schabefraß an den Blättern anrichten. Da die Resistenzen gegenüber der Pyrethroide immer weiter voranschreiten, sollte eine Bekämpfung nur bei deutlichem Überschreiten der Bekämpfungsschwelle erfolgen. Blattläuse haben wir bislang nicht gefunden. Der Befall mit Sattelmücken ist bislang noch nicht feststellbar. Der Zuflug kann bei den warmen Temperaturen beginnen. Besonders betroffen sind dunkle Böden und Flächen mit Vorjahresbefall (Standorttreue). Zu erkennen ist der Befall in kettenförmig abgelegten orangeroten Eierketten an den Blättern. Insektizidbehandlungen sind aktuell nicht notwendig.
– Auszug aus dem Rundschreiben –
Zu Mittelwahl und -anwendung fragen Sie Ihren Berater vor Ort.
06.05.2026