Bodenbearbeitung nach der Getreideernte

Bei den Strategien zur „richtigen“ Bodenbearbeitung scheiden sich die Geister. Im Fokus sollte dieser Tage erneut der Anspruch sein, die momentan noch vorhandene Feuchtigkeit in der Krume zu erhalten. Ziel ist es demnach, durch flache Bearbeitung möglichst wenig Boden zu bewegen, aber dennoch eine gleichmäßige Nachverteilung und Vermischung des Strohs und den Erhalt der Bodengare zu erlangen.

Tiefe Bodeneingriffe auch mit guter Rückverfestigung führen zu stärkerem Austrocknen der Flächen. Daher erst direkt vor der Aussaat von Zwischenfrüchten oder Raps, wo nötig, tief lockern und im selben Zuge drillen.

Zu Getreide oder Strohmulch zu Sommerungen bietet sich der Einsatz eines Strohstriegels im ersten (und zweiten) Durchgang an.

 

14.08.2025

Beratergemeinschaft Hildesheimer Land e.V.

 

 

Bodenbearbeitung der Witterung anpassen

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, sollte über die Intensität der Bodenbearbeitung nachgedacht werden. Das Ziel ist es, die noch vorhandene Restfeuchtigkeit zu erhalten. Dies kann durch eine flache Bodenbearbeitung gelingen, bei der möglichst wenig Boden bewegt wird. Dennoch sollte versucht werden, eine gleichmäßige Strohverteilung zu erlangen. Je mehr Arbeitsgänge bei Trockenheit durchgeführt werden, desto schneller wird die Struktur zerstört und das Saatbett wird zu „Asche“.

Wo eine tiefe Bodenbearbeitung notwendig ist (z.B. zu Raps oder zu Zwischenfrüchten), sollte dies möglichst unmittelbar zusammen mit der Aussaat stattfinden: „Frisch in Frisch“.

Falls gepflügt werden muss, ist gute Rückverfestigung unbedingt sicherzustellen (Packer). Auch das Pflügen sollte möglichst erst unmittelbar vor der Saat stattfinden.
Trocknen die Böden nach einer tiefen Bearbeitung zu sehr aus und fällt anschließend kein Regen, ist mit verzetteltem und unzureichendem Feldaufgang zu rechnen.

Sobald wieder Niederschläge fallen, ist die Situation neu zu bewerten.

 

19.08.2025

Landberatung Hameln-Holzminden e.V. & Versuchs- und Beratungsring „Zwischen Deister und Leine“ e.V.

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