Einsatz von Maleinsäurehydrazid in Kartoffeln

Der Einsatz von Maleinsäurehydrazid ist ein wichtiger Baustein für die Keimhemmung geworden. Einige Abnehmer fordern sogar, dass Lagerware mit Maleinsäurehydrazid behandelt wird.

Was kann Maleinsäurehydrazid?
Der Wirkstoff wird aktiv über das Blatt aufgenommen und in der Pflanze systemisch verteilt. Er verhindert die Zellteilung und wirkt damit keimhemmend. Positiver Nebeneffekt ist die Verhinderung von Zwiewuchs und Durchwuchs im Folgejahr.

Wann ist der beste Einsatzzeitpunkt?
Zum einen sollten die Knollen eine bestimmte Sortierung bereits erhalten haben, zum anderen muss noch eine gewisse Zeit Wachstum sein, damit der Wirkstoff auch ausreichend in die Knollen verteilt wird und dort eine Wirkstoffkonzentration aufbaut. Daher ist der Zeitpunkt für eine effektive Keimhemmung sehr entscheidend.

Grundsätzlich gilt:
– 80% der Knollen sollten
a) bei kleinfallenden Sorten Sortierung >25mm
b) bei großfallenden Sorten (Industrieware) Sortierung >35mm haben!
– Einsatz mindestens 3 Wochen vor Abtötung/Absterben (aktiver grüner Blattapparat zur Aufnahme und Wirkstoffverteilung muss vorhanden sein)
– Witterung: – kein Einsatz bei Temperaturen >25°C (nicht in /unmittelbar vor Hitzephase)
– bei trocken-heißer Witterung früh morgens behandeln

Anwendungsbestimmungen …

Wirkungserfolge?
Der Wirkungserfolg der Keimhemmung ist von diversen Faktoren abhängig:
Einsatzbedingungen, Einsatzzeitpunkt, Wirkstoffgehalt in der Knolle, genetisch sortenspezifische Keimruhe, Jahreseffekte,… Wichtig ist ein möglichst hoher Wirkstoffgehalt ALLER Knollen/Partien im Lager. Daher sollten Sie möglichst optimal den Einsatzzeitpunkt treffen; d.h. die Sortierung muss entsprechend an mehreren Stellen im Feld bonitiert werden. Im Lager müssen dennoch weiterhin Kontrollen auf Keimung erfolgen. Vor dem Einsatz sprechen Sie mit Ihrem Abnehmer!

Auszug aus dem Rundschreiben

Autor: Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e. V.

30.07.2026