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Erbsenanbau für Nordzucker

Für das Erntejahr 2025 bietet Nordzucker einen einjährigen Anbauvertrag für gelbsamige Körnererbsen mit einem Netto-Festpreis von 42,80 €/dt an. Der Vertrag basiert auf Mengenbasis mit einer Abweichungstoleranz zwischen minus 25 % und plus 15 % und kann bis zum 3. Juli 2024 im Agriportal online abgeschlossen werden.

Direkt in der Ernte werden keine Erbsen von Nordzucker angenommen, so dass die Erbsen eingelagert werden müssen. Nordzucker bietet einen Vertrag mit Fremdeinlagerung beim Handel sowie einen Vertrag zur Selbsteinlagerung an. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings noch nicht klar, welcher Handelspartner eine Lohnlagerung in unserer Region anbietet. Sollte der von Nordzucker angebotene Lagerdienstleister mehr als 35 km vom Betriebssitz des Landwirtes entfernt sein, kann der Landwirt innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des Dienstleisters von dem Anbauvertrag zurücktreten. Bei der Fremdeinlagerung trägt der Anbauer die Kosten für den Transport zum Fremdlager. Für die Selbsteinlagerung erhält der Landwirt für die tatsächlich gelieferte Menge ein monatliches Lagergeld in Höhe von 1,50 €/t, das sich ab dem 1. März des Folgejahres jeweils fortlaufend monatlich um 0,10 €/t erhöht sowie eine Vergütung für den Umschlag in Höhe von 3,00 €/t.

Der Einsatz von zertifiziertem Z-Saatgut ist verpflichtend. Für die nachgewiesene Verwendung von Z-Saatgut bekommt der Anbauer Landwirt einen Preisaufschlag von 5 €/t Erbsen.
Weitere Anforderungen ergeben sich aus den Verträgen (siehe: agriportal.nordzucker.de im LoginBereich unter „Körnererbsen Vertragszeichnung 2025“).
Körnerleguminosen können aus pflanzenbaulicher Sicht die Ackerbaufruchtfolgen bereichern. Als größte Kritikpunkte beim Körnererbsenanbau werden häufig die herausfordernden Erntebedingungen (begrenzte Schlagkraft in häufig lagernden Beständen mitten in der Weizenernte) und die hohen Ertragsschwankungen genannt. Insbesondere die herausfordernden Erntebedingungen können je nach vorhandenen Drusch- und Logistikkapazitäten (Eigener Drescher, Fremddrusch, Auslastung der Druschkapazitäten, …) einzelbetrieblich unterschiedlich schwer wiegen.

Ohne finanzielle Berücksichtigung dieser Risikofaktoren ergibt sich abgeleitet aus unseren Betriebszweigauswertungen für den Erbsenanbau für Nordzucker eine vergleichbare Rentabilität wie beim Weizenanbau zu einem Netto-Weizenpreis von 21,45 €/dt oder beim Rapsanbau zu einem NettoRapspreis von 48,52 €/dt (beides ohne Berücksichtigung von Fruchtfolgeeffekten, siehe unten).

Besonders interessant könnte der Erbsenanbau sein, wenn
… mit Einbindung des Erbsenanbaus auf 10% der Ackerfläche mit leichten Änderungen im Anbauverhältnis an der Ökoregelung 2 teilgenommen und somit eine Zusatzprämie von 60 €/ha Ackerland generiert werden kann (Details siehe Tabelle unten).
… enge Rapsfruchtfolgen (mit begrenzten Erträgen) geweitet werden sollen oder Alternativen bei
fehlender freier Zuckerrübenmenge oder bei verringertem Maisbedarf gesucht werden.
… ausreichend Mähdrusch- und Logistikkapazitäten im Idealfall mit einem eigenen Mähdrescher vorhanden sind.
(Auszug aus dem Rundschreiben)

Autor: Landberatung Schaumburg e. V.

25.06.2024

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