Das neue Problem im Ackerbau ist das Erdmandelgras. Es breitet sich über den überbetrieblichen Maschineneinsatz und auch Saat-/Pflanzgut rasant aus. Wenn man es erst einmal hat, wird man es nie wieder los. Nur im Anfangsstadium kann man über Bodenaushub die vollständige Verseuchung der Fläche verhindern.
Erdmandelgras ist ein einjähriges Sauergras und keimt ab April bis in den Herbst überwiegend aus rundlichen Wurzelknöllchen von ca. 0,5 bis 15 mm Durchmesser, aber auch aus Samen. Die Blüte ist meist ab Juni, während sich die Knöllchen am Ende von Rhizomen je nach Temperatur bereits ab Mai bis Ende der Vegetation im Herbst bilden. Nach Abschluss der Knöllchenbildung bzw. mit dem ersten Frost sterben alle oberirdischen Pflanzenteile vom Erdmandelgras ab. Sowohl Knöllchen als auch Samen dienen der Überdauerung.
Ist das Erdmandelgras einmal auf einer Fläche etabliert, ist es kaum bekämpfbar und verursacht extrem hohe Ertragsausfälle bis hin zur Aufgabe der Bewirtschaftung. Die Verschleppung kann über Boden, Anhaftungen an Maschinen oder auch nur Schuhen, Gartenabfälle, Gärreste, Komposte, Ernteprodukte, Silagen, (Futter-)Stroh, etc. erfolgen.
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07.10.2026