Ergebnisse der Grassilage 2026

Das Frühjahr 2026 war in Niedersachsen mit einer Durchschnittstemperatur von 9,9 °C deutlich wärmer als im langjährigen Mittel. Gleichzeitig zählte es mit rund 671 Sonnenstunden zu den sonnigsten Frühjahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Niederschlagsmengen blieben hingegen unterdurchschnittlich.
Im Beratungsgebiet begann die Grassilageernte bereits in der 3.Aprilwoche. Die Erträge des ersten Schnitts lagen jedoch vielerorts unter den Erwartungen. Betriebe, die den optimalen Schnittzeitpunkt verpassten, wurden zusätzlich durch die Niederschläge Anfang Mai ausgebremst. Dadurch verzögerte sich die Nutzung zahlreicher Flächen, was zu erhöhten Rohfasergehalten führte. Früh geerntete Bestände profitierten dagegen von den Mai-Niederschlägen und ermöglichten einen ertragreichen zweiten Schnitt. Die dritten und vierten Schnitte litten anschließend unter der warmen und trockenen Witterung und erzielten geringere Erträge, bei insgesamt guter Futterqualität.
Die ersten Ergebnisse der LUFA des 1. Schnittes weisen mit durchschnittlich 6,2 MJ NEL/kg TM einen Energiegehalt unter dem angestrebten Zielwert von 6,4 MJ NEL/kg TM aus. Betriebe, die ihren 1. Schnitt frühzeitig durchgeführt haben, erreichten auch im Beratungsgebiet teilweise deutlich höhere Energiegehalte. Im Mittel lagen die Rohfasergehalte bei 24,5 %, die Zuckergehalte bei 7 % und die nXPGehalte bei 137 g/kg TM. Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine hohe Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Proben.

Für eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Fütterung wird die Durchführung einer individuellen Futteranalyse dringend empfohlen. Die Probenabholung erfolgt jeweils montags am Bürostandort der Landberatung. Alternativ können Proben mithilfe spezieller Probentüten per Post eingesendet werden. Neben der Standarduntersuchung sollten dabei stets auch die Mineralstoffgehalte sowie die DCAB Werte bestimmt werden. Nur auf dieser Grundlage kann eine präzise und betriebsspezifische Rationsberechnung erfolgen.
Da sowohl bei der Grassilage als auch bei der Maissilage im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere auf trockenen Standorten, geringere Erträge erzielt wurden, sollte eine Futterplanung erfolgen und die Rationen entsprechend frühzeitig angepasst werden.
Wenn Sie eine individuelle Rationsberechnung wünschen, melden Sie sich gerne bei Ihrem Berater vor Ort.

 

02.11.2026

Landberatung Grafschaft Hoya e.V.