Mais-Untersaaten leisten besonders in Wasserschutzgebieten einen wichtigen Beitrag zum Grundwasserschutz. Sie nehmen nach der Maisernte verbleibende Nährstoffe auf, reduzieren Nitratverluste und schützen den Boden zusätzlich vor Erosion und Verschlämmung. Gleichzeitig fördern sie Bodenleben und Bodenstruktur.
Der optimale Saatzeitpunkt liegt bei einer Maishöhe von 30–60 cm (6–8-Blattstadium)
Wichtig: Zwischen der letzten Herbizidmaßnahme und der Aussaat sollten mindestens zwei Wochen liegen. Alternativ kann die Untersaat bei einer Maishöhe von 50–80 cm zusammen mit einem Hackdurchgang etabliert werden. Unter normalen Bedingungen entwickelt sich die Untersaat bis zur beginnenden Maisabreife nur langsam. Erst mit stärkerem Lichteinfall im Bestand bzw. nach der Ernte setzt stärkeres Graswachstum ein.
Die Aussaatstärke für die Grasuntersaaten im Silomais beträgt bei dem Abschluss von Freiwilligen Vereinbarungen 20 kg/ha. Sofern die Grassamen in Kombination mit der Hacke oder per Gülleinjektion eingearbeitet werden, kann die Aussaatstärke auf 12 kg/ha verringert werden.
Für die Untersaat gibt es einen Ausgleichsbetrag von 155 €/ha. Bei der Ausbringung mit der Hacke kommen 60 €/ha hinzu.
28.05.2026