Die Maisaussaat schreitet aufgrund der optimalen Witterungsbedingungen zügig voran. Während die ausbleibenden Niederschläge teilweise schon wieder zu Problemen bei der Saatgutablage führen, lassen die ständigen Temperaturabfälle in den Nächten die Bodentemperaturen nur moderat ansteigen. Berücksichtigen Sie bei noch ausstehenden Saaten die abnehmenden Gehalte an Bodenfeuchte. Die vorhergehende Bodenbearbeitung sollte auf das Nötigste und möglichst zeitnah an den Saattermin, sowie die Tiefenablage möglichst auf keimfeuchten Saathorizont eingestellt werden.
Die besten Maiserträge entstehen, wenn die Pflanzen „von der Aussaat bis zur Kolbenentwicklung komplett durchstarten können“. Bleibt die Pflanze nach der Keimung aufgrund kühl-feuchter Bedingungen in ihrer Entwicklung stehen, so ist sie deutlich anfälliger für Auflaufkrankheiten und Schädlinge.
Sofern das Saatgut auf keimfeuchten Saathorizont abgelegt wurde, werden die aktuellen Bedingungen sowohl beim Mais für einen schnellen Feldaufgang als auch bei den Unkräutern/-gräsern sorgen. Nach wie vor gilt: Mais duldet keine Konkurrenz mehr.
Daher müssen Ungräser und –kräuter zeitnah bekämpft werden, um den Beständen eine zügige Entwicklung während der Jugendphase zu ermöglichen. Der optimale Einsatzzeitpunkt liegt im 2.-6. Blattstadium des Mais. Sehr gute Wirkungsgrade wurden bei Maßnahmen im 3.-4.-Blattstadium mit einer Kombination aus blatt- und bodenwirksamen Komponenten erzielt.
Sofern die Bodenfeuchte es zulässt, haben auch Maßnahmen im Vorauflauf sehr gute Wirkungsgrade (z.B. gegen Ackerfuchsschwanz). Darüber hinaus sollten auch im Mais möglichst wenig Unkräuter stehen bleiben, damit es in der Fruchtfolge nicht zu einem unerwünschten Potential von „Problemunkräutern/-gräsern“ kommt. Diese Problematik sehen wir bei Untersaaten bzw. in rein blattaktiven Anwendungen, wo die eingeschränkte Mittelpalette z.B. Storchschnabel und Hirsen mehr und mehr selektiert haben, die jetzt in den Folgekulturen bekämpft werden müssen. Mit zunehmender Anbaudichte in der Fruchtfolge und abnehmender Intensität der Bodenbearbeitung haben sich im Ringgebiet Splitting-Maßnahmen als Spritzfolgen etabliert.
— Auszug aus dem Rundschreiben —
11.05.2026