Hochschnitt im Mais als Alternative für Milchviehsilagen

Insbesondere in Jahren, in denen die Grobfutterausstattung üppig und die Grasqualität (durchschnittlich <6,0 MJ NEL/kg) zu wünschen übriglässt, bietet sich diese Variante an. Normalerweise wird eine Mindesthäckselhöhe von 25 bis 30 cm empfohlen. So wird die Futterverschmutzung im Silomais geringgehalten. Auch die Energiekonzentration sollte hier optimal sein.
Weicht man von dieser Empfehlung ab und erhöht die Schnitthöhe bedeutet dies eine höhere Energiekonzentration pro kg TS. Man rechnet bei 10 bis 15 cm zusätzlicher Stoppelhöhe mit circa 1 Prozent mehr Trockenmassegehalt. Das macht ein Plus beim Energiegehalt von 0,1 MJ NEL/ kg TM. Der Fasergehalt sinkt und der Gehalt an Stärke steigt. Es bedeutet aber auch 4 bis 5 Prozent weniger Ertrag bei dann geringerem Lagerraumbedarf.

Was gilt es zu beachten?

  • Zu empfehlen ist ein Maishochschnitt bei graslastigen Rationen. Nicht angeraten wird hingegen ein Hochschnitt sofern der Maisanteil in der Futterration 60 % übersteigt. Hier ist ein Hochschnitt durch den möglichen Strukturmangel nicht zu empfehlen.
  • Bei knapper Futterjahren ist der Hochschnitt von Mais ebenfalls nicht zu empfehlen, da dieser zu einem Ertragsrückgang von circa 4 bis 5 % Gesamttrockenmasse führt.
  • Der gewünschte TM-Gehalt von etwa 32 bis 37 % wird bei einem Hochschnitt eher erreicht – also Vorsicht, wenn die TS-Gehalte bereits hoch sind
  • Den Maishäcksler im Hochschnitt zufahren erfordert etwas Übung. Insbesondere, wenn sich die automatische Bodenführung des Vorsatzes (Maisgebiss) nicht ausstellen lässt, was bei älteren Feldhäckslern der Fall sein kann.
  • Bei der Fütterung muss bedacht werden, dass durch den geringen Fasergehalt eine geringe Strukturwirkung gegeben ist. Entsprechend muss die Ration angepasst werden.

 

 

02.09.2025

Landberatung Northeim e.V.

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