Der anhaltende Niederschlag der letzten Tage hat regional bereits zu erhöhtem Auswuchs im Getreide geführt. Auswuchs bedeutet, dass die Körner schon in der Ähre bzw. Rispe keimen. Zu unterscheiden ist sichtbarer und unsichtbarer Auswuchs. Beim letzteren ist der Keimling nicht zu sehen, sondern nur eine Schwellung des Korns.
Über die Verfütterung von Auswuchsgetreide gibt es nur wenige Untersuchungen. Wegen des Risikos einer Pilz-bzw. Toxinbelastung sollte das Auswuchsgetreide nicht an Jungtiere und Sauen verfüttert werden. Ansonsten sollten die Anteile an Auswuchsgetreide auf etwa 30 % der Getreidemenge begrenzt werden. Analysen können Informationen zum Futterwert und zum Hygienstatus liefern.
Auszug aus dem Rundschreiben der LWK Niedersachsen, Webcode: 01044536
06.08.2025