Viele Pflanzenschutzmittel haben Einschränkungen für den Nachbau bestimmter Kulturen im Rahmen der normalen Fruchtfolge. Neben dem Abbau durch das Sonnenlicht, hat die biologische Aktivität einen erheblichen Einfluss auf die Abbaugeschwindigkeit der Wirkstoffe. Bei einer Niederschlagsmenge von unter 200 mm (ohne Berücksichtigung von Niederschlägen <5 mm) seit der Pflanzenschutzanwendung (wie in diesem Jahr) ist der biologische Abbau der Wirkstoffe deutlich vermindert, so dass Folgeschäden wahrscheinlicher sind. Wenn dann noch verschiedene Wirkstoffe einer Wirkklasse (z.B. Sulfonylharnstoffe) kombiniert sind oder werden, kann der Abbau nochmals verringert sein. Eine tieflockernde Bodenbearbeitung hilft die Wirkstoffkonzentration im Boden gleich-mäßiger zu verteilen und den Abbau zu beschleunigen. Die Pflanzenschutzmittelhersteller geben in ihren Produktinformationen die Kulturen und Bedingungen für den Nachbau an. Gerade in diesem Jahr sollten Sie daher bei den späten Pflanzenschutzmittelanwendungen (z.B. Nachbehandlungen im Getreide, Rüben-, Kartoffel-, Maisbehandlungen) in die Produktinformationen der eingesetzten Pflanzenschutzmittel schauen.
Auszug aus dem Rundschreiben
Bei weiteren Fragen zu Mittelwahl und -anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort.
16.09.2025