Neues Virus bei Rindern – aufmerksam beobachten

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bei erkrankten Rindern in Süddeutschland erstmals in Deutschland ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe („Shamonda-like“) nachgewiesen. Die bisher beobachteten Symptome sind vor allem Fieber, Durchfall und teilweise ein deutlicher Rückgang der Milchleistung. Bei tragenden Tieren können Infektionen möglicherweise auch Auswirkungen auf die ungeborenen Kälber (Aborte, Totgeburten, auffällige Kälber) haben. Welche Bedeutung das neue Virus für Trächtigkeit und Tiergesundheit tatsächlich hat, wird derzeit noch untersucht.

Für hiesige Betriebe gilt derzeit: aufmerksam sein, aber keine Panik.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Fälle in unserer unmittelbaren Nähe bekannt. Trotzdem sind die Tiere in den kommenden Wochen aufmerksam zu beobachten. Insbesondere bei auffälligen Krankheitsbildern ist der Hoftierarzt zu informieren. Das Virus wird, ähnlich wie das Schmallenberg- und das Blauzungenvirus durch Gnitzen übertragen. Die Gnitzenaktivität ist derzeit hoch, weshalb eine weitere Ausbreitung grundsätzlich möglich ist.

 

13.08.2026

Stader Beratungsringe e.V.