Pflanzenschutz im Getreide

Mit dem Übergang in den Langtag beginnen die Getreidebestände mit der Streckung. Damit rückt der T1 Termin für Fungizide und Wachstumsregler in EC 31/32 näher. Die Feststellung des Entwicklungsstandes ist essenziell, um den passenden Behandlungstermin für die eigenen Bestände richtig terminieren zu können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für T1 gekommen und wie stelle ich das EC-Stadium fest ?
Die ersten Bestände erreichen in diesen Tagen das EC-Stadium 31/32, mit dem auch der passende Termin für die erste Fungizid- und Wachstumsreglermaßnahme gekommen ist. Zur Feststellung des Stadiums ist der Abstand zwischen den Knoten (Nodien) wichtig. Hat sich der erste Knoten >1 cm über den Bestockungsknoten geschoben, befindet sich der Bestand damit in EC 31. Löst sich der zweite Knoten vom ersten ab, ist EC31/32 erreicht und die T1-Maßnahme ansteht. EC32 ist hingegen erreicht, sobald der zweite Knoten 2 cm vom ersten Knoten gelöst hat.

Zum T1-Termin bietet sich die Hauptkürzung der Getreidebestände an. Einige Bestände wurden bereits vorgekürzt bzw. egalisiert, um die Triebstruktur zu synchronisieren. Ziel ist es, ein sicheres Fundament für die schossende Pflanze zu schaffen. In der „großen Periode“ (EC 31/32 – 37/39) findet die Ährenstreckung statt und Herbizid- wie auch Wachstumsreglermaßnahmen sollten vermieden werden, um die Ährchenanlage nicht zu reduzieren.

 

Fungizidstrategien zum T1-Termin
Um die passende Strategie zu wählen, ist die Bonitierung des Ausgangsbefalls entscheidend. Momentan ist der Krankheitsdruck noch recht gering, so dass je nach Witterung und den dadurch entstehenden
Infektionsbedingungen entschieden werden muss, welche Krankheiten in der T1-Maßnahme bekämpft werden sollen.
Die fungizide Mittelauswahl zum T1-Termin beschränkt sich zum jetzigen Zeitpunkt auf wenige Wirkstoffe, die entweder als Fertigmischungen angeboten oder nach dem Baukasten-Prinzip durch Einzelwirkstoffe zusammengestellt werden können.

In der Gerste spielen zur ersten Maßnahme neben dem Zwergrost auch Netzflecken und Rhynchosporium eine Rolle. Auch die Halmbasis sollte bedacht werden. Gleiches gilt für Mehltau, welcher sich in üppigen Beständen und auf milderen Standorten ausbreiten kann.

 

Herbizidmaßnahmen
Die Herbizidmaßnahmen des vergangenen Herbstes haben dank der guten Bedingungen vielerorts eine gute Wirkung entfalten können.

 

 

– Auszug aus dem Rundschreiben –

Zu Mittelwahl und -anwendung fragen Sie Ihren Berater vor Ort.

 

14.04.2026

Landberatung Grafschaft Hoya e.V.

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