Schnecken
Grundsätzlich muss immer mit Schnecken gerechnet werden. Selbst nach längerer Trockenheit reichen oftmals bereits kleine Niederschläge, um die Schnecken aus Ihren Hohlräumen zu locken. Da der Raps besonders in der frühen Jugendphase nur wenig widerstandsfähig ist und Schnecken „über Nacht“ Kahlfraß hervorrufen können, ist das rechtzeitige Anlegen von Kontrollstellen sehr wichtig. Bei Befall / Fraß sofort großflächig Schneckenkorn streuen!
Während die Wegschnecken an Gräben und Feldkanten relativ leicht zu erkennen sind, ist dies bei den kleinen Ackerschnecken (auch mitten im Schlag) schon schwieriger. Hier kann es hilfreich sein, zur Kontrolle, eine Handvoll Schneckenkorn unter einem Jutesack oder einer Dachziegel auszulegen (wenn nötig regelmäßig erneuern).
- unbedingt auf eine ausreichende Köderdichte achten
- besonders gefährdet sind bekanntermaßen schwere Böden (Tonkuppen), „schattige“, feuchte Bereiche sowie Flächen mit groben Saatbett oder viel Stroh
Rapserdfloh
Bereits direkt nach der Aussaat sollten Gelbfangschalen zur Erdflohkontrolle aufgestellt und die jungen Rapspflanzen auf Löcher kontrolliert werden.
Eine mögliche erste Gefahr stellt der frühe Lochfraß ab dem Auflaufen dar. Dieser führt insbesondere bei starkem Zuflug und bei ungünstigen / erschwerten Wachstumsbedingungen dazu, dass der kleine Raps stehen bleibt (es dauert oft ewig bis er sich erholt) oder sich sogar Pflanzen verabschieden. Dann gilt es schon zügig, auch bereits im Keimblattstadium, mit Insektiziden gegenzusteuern.
⇒ In dieser ersten Zuwanderungsphase ist der Rapserdfloh nachtaktiv. Eine Spritzung sollte daher vorrangig spät abends oder nachts erfolgen.
⇒ Es müssen möglichst viele Käfer getroffen werden ⇒ ausreichende Wassermengen (250 l/ha) aufwenden.
21.08.2026