Schädlinge in Zuckerrüben

Mit den eintretenden warmen Temperaturen wird die Schwarze Bohnenlaus sicherlich nicht auf sich warten lassen, ebenfalls werden weitere Schädlinge auftreten, wie z.B. schon jetzt vereinzelt der Schwarze oder der Braune Rübenaaskäfer. Aufgrund des fehlenden Beizschutzes gegen Schädlinge müssen die Bestände intensiv kontrolliert und bei Überschreiten der Schadschwelle rechtzeitig bekämpft werden. Als bedeutende Schädlinge treten auf:

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Einhaltung der Bekämpfungsrichtwerte sollten Sie sowohl selbst Ihre Schläge kontrollieren als auch die Warnhinweise und Monitoring-Ergebnisse der diversen Anbieter (u.a. LWK, Nordzucker, Landberatung, etc.) aufmerksam verfolgen. Bei der Kontrolle sollten sowohl die Einzelpflanzen an
diversen Stellen im Schlag begutachtet als auch (v.a. zur Beobachtung des ersten Läusezufluges) Gelbfangschalen aufgestellt werden:

– ab 4-Blattstadium der Rübe
– Aufstellung im Schlag (mind. 15m vom Feldrand)
– Abdeckung mit dünnmaschigem dunklen Draht
– Kontrolle wöchentlich
– wenn sich erste Läuse in den Gelbfangschalen befinden: intensive Kontrolle der Einzelpflanzen

Ein Insektizideinsatz sollte ausschließlich nach Schadschwellen-Prinzip und NICHT vorbeugend erfolgen (Resistenzstrategie)! Bei Bedarf zwingend bienen- und nützlingsschonend arbeiten! Insektizidmaßnahmen gegen beißende Insekten dürfen zulassungstechnisch nicht mit Ölen der Herbizidmaßnahme gemischt werden, ansonsten ändert sich die Bienengefährdungsklasse!
Weiterhin gibt es Notfallzulassungen gegen die Glasflügelzikade als Bakterienvektor, was wir hoffentlich noch nicht benötigen werden.

 

 

 

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e.V.

05.05.2025