Schädlingskontrolle im Raps

Der Zuflug der Rapsschädlinge hat mit Beginn der milden und sonnigen Witterung seit Ende Februar 2026. begonnen. Der Große Rapsstängelrüssler ist mit ca. 3,5-4,0 mm größer als der deutlich häufiger anzutreffende gefleckte Kohltriebrüssler. Der gefleckte Kohltriebrüssler hat einen weißen Fleck auf dem Rücken. Er ist ca. 2,5-3,0 mm groß und hat rotbraune Füße. Beide Käfer überwintern als Käfer im Boden und besiedeln bei den ersten warmen Tagen mit 5-7°C in der oberen Bodenschicht die Bestände. Der Große Rapsstängelrüssler fliegt aus vorjährigen Rapsflächen ein, während der gefleckte Kohltriebrüssler in Saumbiotopen, Hecken, Wäldern überwintert und von dort zufliegt. Die Gelbschale sollte sich immer kurz oberhalb des Bestandes befindet.

Bei plötzlicher und deutlicher Erwärmung (3 Tage sonnig bei >>12°C) gelten folgende Bekämpfungsschwellen:

 

Bei anhaltend warmen und sonnigem Wetter kann die Eiablage der Rüsselkäfer bereits nach 2-3 Tagen beginnen und es sollte dann spätestens 7 Tage nach Überschreiten der Bekämpfungsschwelle ein Insektizideinsatz erfolgen. Gestaltet sich das Wetter über längere Zeit wechselhaft (heiter/ bedeckt und Plus-/Minus-Temperaturschwankungen) fliegen die Käfer verzettelt ein.

Wenn es nach 2-3 schönen Tagen mit nennenswertem Erstzuflug erst wieder deutlich kühler und bedeckter wird, war es häufig richtig, zunächst die Ruhe zu bewahren und erst in der nächsten wärmeren Phase bei erneutem Zuflug über der Bekämpfungsschwelle zu behandeln. In gut entwickelten Rapsbeständen in Kombination mit wechselhafter Frühjahrswitterung konnte in der Vergangenheit häufig auf eine gezielte Bekämpfung der Rüsselkäfer verzichtet werden.

Der Hauptzuflug der Rapsglanzkäfer setzt bei Temperaturen um 18 ⁰C ein. Rapsglanzkäfer können Schäden verursachen, indem sie die kleinen Knospen anfressen. Treten sie vor Bildung der Knospen auf, kann der Besatz toleriert werden. Mit Beginn der Knospenbildung kommen die oben genannten Schadschwellen zur Anwendung.

 

Auszug aus dem Rundschreiben.

 

Zur Mittelwahl und -anwendung fragen Sie Ihren Berater vor Ort.

 

05.03.2026

Landberatung Schaumburg e.V.

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