Anbauhinweise frühe Sommerungen

Sommerweizen: Sollte unter möglichst trockenen Bedingungen so früh wie möglich gesät werden, ab Februar bis Ende März. Wechselweizen hingegen kann schon ab Dezember gedrillt werden, sobald die Bodenverhältnisse passen. Aussaatstärken um die 400-450 Kö/m² haben sich als optimal herausgestellt. Je später gesät wird, desto mehr Körner sind zu wählen.

 

Sommerfuttergerste: Hat die höchste Saatzeitflexibilität des Sommergetreides, dennoch sollte sie aufgrund der geringen Vegetationszeit möglichst früh (nur bei optimalen Bodenbedingungen) gedrillt werden. Sie kann bis Mitte/Ende April gesät werden. Die beste Zeit für die Saat ist Anfang März. Die Aussaatstärke liegt bei 270-300 Kö/m² (früh), 300-330 Kö/m² (mittel) und 330-360 Kö/m² (spät oder ungünstige Bedingungen).

 

Sommerhafer: Hat seinen optimalen Aussaattermin von Anfang bis Mitte März (sobald es der Boden zulässt). Die Aussaatstärke liegt je nach Termin zwischen 260-300 (früh), 300-330 (normal) und 330-360 (spät, ab Ende März) Kö/m².

 

Erbsen: Haben einen geringen Wasserbedarf und sind frostempfindlich. Die Aussaat sollte daher erst ab Mitte März erfolgen, spätestens möglich bis Ende April. Die Aussaatstärke liegt bei 60-80 Kö/m². Bei Einzelkornaussaat sind 50-70 Kö/m² meist ausreichend. Die Saattiefe sollte 4 – 6 cm zum Schutz vor Vogelfraß betragen. Anbaupause 6-8 Jahre (gilt auch für Leguminosen-Zwischenfrüchte!), ansonsten fallen die Erträge stark ab! Ein Anwalzen wird empfohlen, um eventuell im Lager liegende Bestände dreschen zu können.

 

Ackerbohnen: Haben hohe Ansprüche an die Wasserversorgung und sind frostunempfindlich bis etwa – 5 °C. Die Aussaat sollte möglichst früh erfolgen, Ende Februar bis Mitte März – je nach Bodenverhältnissen. Die Aussaatstärke sollte zwischen 40-45 Kö/m² (Einzelkornsaat abzgl. 10-20 %) betragen. Die Saattiefe sollte zwischen 6 – 8 cm liegen. Anbaupause min. 4-6 Jahre (gilt auch für Leguminosen-Zwischenfrüchte!), ansonsten fallen die Erträge stark ab!

 

Leguminosen-Düngung: Eine gute Grundnährstoffversorgung ist wichtig. Erbsen und Bohnen reagieren positiv auf eine Düngung mit 20-40 kg/ha Schwefel. Dies kann zur Saat z.B. mit 1-2 dt/ha Kieserit erfolgen. Auf eine Stickstoffdüngung sollte i.d.R. verzichtet werden, um die Knöllchenbildung und damit die Stickstofffixierung aus der Luft nicht negativ zu beeinträchtigen. Bei Erbsen kann eine Blattdüngung mit Mikronährstoffen positive Effekte haben.

 

 

17.02.2026

Versuchs- und Beratungsring „Zwischen Deister und Leine“ e.V.

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