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Spurennährstoffe im Getreide absichern?

Eine bedarfsgerechte Versorgung insbesondere mit Mangan und mit abnehmendem Bedarf auch mit Kupfer, Zink und Bor ist wichtig für eine gute Vitalität, Wurzelentwicklung, Bestockung und Winterfestigkeit des Wintergetreides im Herbst. Besonders empfindlich auf unzureichende Spurennährstoffversorgung reagiert die Gerste. Weizen und Triticale zeigen nicht so schnell offensichtliche Symptome, leiden aber bei schlechter Versorgung in gleichem Maße. Die gefährdeten Standorte für Manganmangel sind im Dienstgebiet meistens bekannt. Auf denen kam es bei Gerste in der Vergangenheit zu Aufhellungen bzw. gelbgrünen Verfärbungen der Gerste, wobei die stärker rückverfestigten Schlepperspuren meist deutlich grüner geblieben sind. Neben den Standorteigenschaften wird die Spurennährstoffverfügbarkeit stark durch die Witterungsbedingungen beeinflusst: Trockene Witterungs- und Bodenverhältnisse schränken die Pflanzenverfügbarkeit der Spurennährstoffe ein.

In Wintergerste ist eine Blattdüngung im Herbst mit Mangan auf allen Standorten überlegenswert und bei länger anhaltender Trockenheit auf jeden Fall empfehlenswert.  Auf Flächen, auf denen in der Vergangenheit häufiger Manganmangel in der Wintergerste beobachtet wurde, ist bei länger anhaltender Trockenheit eine Mangan-Blattdüngung auch in Winterweizen und Triticale sinnvoll.

Sofern nicht vorher Aufhellungen beobachtet werden, sollte eine Blattdüngung möglichst erst ab dem 3-Blatt durchgeführt werden, damit genügend Blattfläche zur Aufnahme vorhanden ist. Eventuell bieten sich Kombinationen mit nötigen Insektizidspritzungen an. (Auszug aus dem Rundschreiben)

Autor: Landberatung Schaumburg e.V.

16.10.2023

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