Stickstoff Düngung in Zuckerrüben und Silomais

Zuckerrüben:

Zuckerrüben reagieren empfindlich auf eine zu hohe Stickstoffversorgung. Eine Überdüngung kann den Zuckergehalt der Rüben verringern und dadurch zu wirtschaftlichen Einbußen führen. Daher sollte die Düngung sorgfältig geplant und an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Die Grundlage für die
Berechnung des Stickstoffbedarfs bildet – wie bei anderen Kulturen – der jeweilige Bedarfswert, der durch verschiedene Zu- und Abschläge angepasst wird. In der Praxis hat sich eine Kombination aus organischer und mineralischer Düngung bewährt. Während organische Dünger eher verzögert wirken, steht der Stickstoff aus mineralischen Düngern den Pflanzen schneller zur Verfügung. Bei der Ausbringung organischer Dünger ist die Einarbeitungspflicht von 1 h zu beachten. Ergänzend sollte mit der mineralischen Düngung auch der Schwefelbedarf der Kultur berücksichtigt werden, der bei etwa 20 bis 30 kg S/ha liegt. Die Höhe der mineralischen Stickstoffgabe hängt stark vom Standort ab. Auf guten Böden reichen meist etwa 40 kg N/ha mineralisch aus, wenn zusätzlich rund 75 kg N/ha in organischer Form ausgebracht werden. Auf leichteren Böden kann die mineralische Menge auf etwa 60 kg N/ha erhöht werden. Nicht benötigte Stickstoffmengen lassen sich beispielsweise für Kulturen wie Weizen nutzen. Auf besseren Böden genügt in der Regel 80 % der berechnete Düngemenge. Auf sandigen Standorten sollte dagegen die volle zulässige Menge ausgeschöpft werden. Bei der Verwendung von Harnstoff ist Vorsicht geboten, da es zu Salzschäden kommen kann. Deshalb sollte die Ausbringung hier 60 kg N/ha nicht überschreiten. Optimal ist es, die gesamte Stickstoffmenge bereits zur Saat auszubringen. Falls dies nicht möglich ist, kann eine spätere Ergänzung als Kopfdüngung erfolgen. Um Pflanzenschäden zu vermeiden, sollte diese jedoch erst im Entwicklungsstadium von etwa sechs bis zehn Blättern erfolgen.

Silomais:

Silomais eignet sich aufgrund seiner Entwicklung besonders gut für den Einsatz organischer Dünger. Durch den späten Reihenschluss erwärmt sich der Boden stärker, wodurch die Mineralisation des Stickstoffs gefördert wird und vom Mais gut genutzt werden kann. Wird eine Unterfußdüngung durchgeführt, sollte
darauf geachtet werden, dass ein ausreichender Abstand zwischen Saatkorn und Gärrest eingehalten wird, um mögliche Ätzschäden zu vermeiden. Für eine schnelle Stickstoffversorgung ist zusätzlich eine mineralische Düngung zur Saat sinnvoll. Dabei können gleichzeitig der Schwefelbedarf sowie ein Teil des
Phosphorbedarfs abgedeckt werden. Wenn eine spätere mineralische Düngung notwendig wird, sollte Harnstoff gegenüber Kalkammonsalpeter (KAS) bevorzugt werden. Der Grund dafür ist, dass KAS im Blatttrichter des Maises zu Verätzungen führen kann. Die unverbrauchten Stickstoffmengen können in
anderen Kulturen genutzt werden.

 

 

Auszug aus dem Rundschreiben.

Zur Mittelwahl und -anwendung fragen Sie Ihren Berater vor Ort.

 

17.03.2026

Landberatung Peine – Burgdorf e.V.

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