Aufgrund der hohen Naturalerträge werden bei vielen Betrieben 110% der Vertragsmenge erfüllt bzw. überschritten. Die 110% werden zum vollen Vertragspreis bezahlt. Darüber hinaus anfallende Mengen (Überrüben) werden mit 7,50 Euro/t bei 16% ZG vergütet, zuzüglich Nebenleistungen abzüglich Transportkostenbeteiligung. Je nach Entfernung und Zuckergehalt können sich Überrübenpreise von ca. 10 Euro/t inkl. durchschnittlichen Nebenleistungen ergeben. Somit ergibt sich für diese Überrüben ein deutlich negatives Betriebseinkommen. Ein Rübentausch ist dieses Jahr nicht möglich.
Es seitens Nordzucker wieder ein „Überrübenvortrag“ von bis zu 10% der Vertragsrübenmenge angeboten. Den Überrübenvortrag können Sie nach Anmeldung im Agriportal der Nordzucker selbst erfassen. Dort findet sich unter „Aktuelle Aufgaben“ die Schaltfläche „Überrüben-Vortrag“.
Die Vortragsrüben werden mit dem vollen Vertragspreis der Ernte 2025 in dieser Kampagne abzüglich Lagerkosten bezahlt. D.h. es könnte sich bei z.B. 19% ZG und durchschnittlichen Nebenleistungen ein Preis in Höhe von ca. 34,00 Euro/t ergeben. Die Auszahlung erfolgt mit der Schlusszahlung im April 2026. Durch den Rübenvortrag reduziert sich im nächsten Jahr entsprechend die Rübenanbaufläche. Ein Vortrag nach der Ernte 2026 auf 2027 ist nicht vorgesehen. Folglich muss diese Fläche im Herbst 2025 noch mit einer Winterung oder im Frühjahr mit einer anderen Sommerung bestellt werden (GAP Fruchtwechsel beachten).
Durch das zusätzliche Betriebseinkommen der Alternativfrucht zuzüglich des Rübenvortrags mit einem hohen Vertragsrübenpreis in 2025 ergibt sich im Vergleich zur Abrechnung der Überrüben und Rübenanbau in 2026 ein deutlicher finanzieller Vorteil.
06.11.2025