Zwischenfrüchte zur Futternutzung

Zur Futternutzung eignet sich der Anbau von Weidelgras nach Gerste oder GPS-Grünroggen mit Ernte im Folgejahr. Für eine intensive Nutzung im Herbst ist 1-jähriges Weidelgras empfehlenswert (8–10 Wochen Wachstumszeit). Soll im Frühjahr ein weiterer Schnitt vor Mais erfolgen, sind Mischungen mit winterhärterem Welschem Weidelgras vorteilhaft.
Reinsaat moderner Sorten bietet hohes Ertragspotential, reagiert jedoch empfindlich auf Trockenheit. Unter Hitzestress wird das vegetative Wachstum stark gehemmt, die Pflanzen gehen frühzeitig in die generative Phase, was zu deutlichen Mindererträgen führt.

Bei Futterknappheit durch Trockenheit ist ein zusätzlicher Schnitt im Frühjahr vorteilhaft.

Pflanzenbauliche Empfehlungen:
• Pflugfurche mit Rückverfestigung und feinkrümeligem Saatbett ist der Mulchsaat – insbesondere bei Trockenheit – vorzuziehen.
• Aussaatstärke: 35–45 kg/ha
• Stickstoffdüngung: max. 60–80 kg N/ha, unter Anrechnung von Gülle, Gärrest oder Stallmist.
Höhere N-Gaben sowie eiweißreiche Kulturen wie Wicken oder Futterraps sind aus ernährungsphysiologischer Sicht für Milchkühe nicht zu empfehlen.
• Aussaat: unmittelbar nach WG-Räumung. Ablagetiefe: max. 1–2 cm. Gegebenenfalls ist im 3-Blattstadium eine Herbizidmaßnahme gegen Melde erforderlich.

Autor: Landberatung Northeim e. V.

30.07.2026