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Düngung zu Getreide und Raps

Die ergiebigen Niederschläge in den Wintermonaten, haben dazu geführt, dass nicht nur Stickstoff und Schwefel in tiefere Schichten verlagert wurden, sondern auch mit Auswaschungen von K2O und Ca gerechnet werden muss. Die ersten Nmin Ergebnisse zeigen, dass sich der Nmin Gehalt (0-90cm) auf einem deutlich niedrigeren Niveau befindet, als wir es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind. Vielfach liegen die Ergebnisse unter 20 kg Nmin/ha, z.T. unter 10 kg Nmin/ha. Auffällig ist außerdem der sehr niedrige Anteil von Nitrat und dafür vergleichsweise hohe Ammonium Anteil in den Nmin Gehalten. Das ist eine Folge der hohen Wassersättigung des Bodens.

Deswegen ist eine vergleichsweise frühe Andüngung mit hohem Nitratgehalt erforderlich.

Die Bestände sind überwiegend schwach entwickelt, sodass ein Großteil der N-Düngung auf die 1. Gabe entfallen sollte. Auf jeden Fall muss auch die Schwefelversorgung sichergestellt werden, da auch hier von hohen Auswaschungen ausgegangen werden kann. Wintergetreide muss mit mindestens 25-30 kg S/ha und Raps mit 45-55 kg S/ha versorgt werden.

Sobald die Befahrbarkeit es zulässt, ist die organische Düngung in Höhe des N-Düngebedarfs durchzuführen. Bei geplantem hohem Einsatz organischer Düngemittel, können die 2 dt/ha ASS reduziert werden auf 1-1,5 dt/ha. Sollten dann aber auf jeden Fall mit Kieserit ergänzt werden, um die Schwefelversorgung sicherzustellen. Außerdem muss bei Reduktion der mineralischen Andüngung eine zeitnahe organische Anschlussdüngung realisierbar sein.

Die Kali- und Magnesiumversorgung sollte mit Wachstumbeginn gedeckt werden. Zielgröße sind 150 kg K2O/ha im Wintergetreide und 200 kg K2O/ha im Raps. Anteile aus Ernterückständen und organischen Düngern sind voll anzurechnen. Der Magnesiumbedarf von 40 kg Mg/ha wird i.d.R. über organische Dünger abgedeckt.

Auszug aus dem Rundschreiben 03/2024

Autor: LUB Zeven e.V.

19.02.2024

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