Bodenproben aktualisieren

Landberatung Hameln-Holzminden e.V. & VuB „Zwischen Deister und Leine" e.V.

Die Höhe der Düngung richtet sich auch nach dem P-Gehalt im Boden. Dafür dürfen die Untersuchungsergebnisse max. 6 Jahre alt sein. Nach der Ernte ist der richtige Zeitpunkt, um fehlende oder zu alte Proben zu erneuern. Die Probenahme sollte vor einer Düngung erfolgen.

Achten Sie bei allen zukünftigen Proben darauf, möglichst die identischen Namen & Schlagnummern aus der Anlage 1 des Agrarantrages zu verwenden – dies vereinfacht später die Zuordnung zu den Schlägen.

Jede Acker- und Grünlandfläche mit einer Größe über 1 ha ist mindestens alle 6 Jahre zu beproben. Neben der Standarduntersuchung auf Phosphat, Kalium, Magnesium und den pH-Wert kann eine Untersuchung der Spurenelement- und Natriumgehalte sowie des Humusgehaltes vorgenommen werden.

Der Humusgehalt des Bodens wird bei der Düngebedarfsermittlung abgefragt. Sie brauchen jedoch nicht unbedingt eine zusätzliche Humusanalyse durchführen lassen. Bei einigen Untersuchungsinstituten (z.B. LUFA) wird der Humusgehalt mittels Fingerprobe standartmäßig ermittelt und auf dem Ergebnisprotokoll ausgewiesen.

Um ein repräsentatives Ergebnis zu erlangen, ist bei der Probennahme auf folgendes zu achten:
• Vorgewende, Überlappungsbereiche, Kalk-, Klärschlamm- und Misthaufen, Mieten usw. müssen weiträu-mig umgangen werden.
• Bei kleinen Schlägen unter 3 Hektar reicht es, eine Probe je Schlag zu ziehen. Größere Schläge müssen in Teilschläge unterteilt und dem entsprechend mit mehreren Proben beprobt werden. Ebenfalls sollte diese Vorgehensweise bei stark wechselnden Bodenverhältnissen Anwendung finden.
• Nach einer Düngungsmaßnahme sollte keine Bodenprobenahme erfolgen. Bei Nmin-Proben sollten min-destens 4 – 6 Wochen nach der letzten mineralischen oder organischen Stickstoffdüngung vergangen sein.
• Auf Ackerland sollte die Bodenprobetiefe der Krumentiefe entsprechen, also ca. 30 cm. Bei Grünland ist die Probe auf ca. 10 cm Nabentiefe zu nehmen.
• Auf Ackerland sollten zwischen 20 – 30 und auf Grünland ca. 40 Einstiche pro Hektar erfolgen. Die Bodenprobe muss vor dem Eintüten gründlich durchmischt werden. Zur Untersuchung werden 500 g Boden benötigt.
• Zur besseren Vergleichbarkeit sollte die Probenahme immer zur gleichen Jahreszeit erfolgen. Bei extrem nassen oder trocknem Boden sollte keine Probenahme erfolgen.

18.07.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").